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Hartes Leben am urigen Hof

Lazins im Pfelderer Tal (1.628 m)

Zu den meist begangenen Wanderzielen im Hinterpasseier zählt das Lazinser Hofensemble im Talschluss von Pfelders - im Sommer fotogen gelegen inmitten frischer Almwiesen, im Winter behaglich eingebettet in die stille, weiße Schneelandschaft unterhalb einer hohen Bergkette.
Wie die Bewohner diesen ansprechenden, aber immerhin auf gut 1.773 m hoch gelegenen Hof im Laufe der langen Geschichte wahrgenommen haben, ist nicht überliefert. Sie reicht weit zurück, denn bereits seit dem Jahr 1285 sind „zwo Swaige“ von „Lutzinse“ urkundlich festgehalten. Damit waren „Schwaighöfe“ gemeint, die sich im Mittelalter als letzte Stufe der Besiedelung entwickelten. Dabei wurde selbst in extremen Lagen und oberhalb der Getreidegrenze gebaut. Aber längst nicht alle dieser Höfe konnten sich halten und viele unterlagen der mühsamen Bergexistenz. Lazins hingegen hat die Jahrhunderte überdauert und zählt zu den höchstgelegenen, bewirtschafteten Höfen im Passeier.
Von der langen Vergangenheit des Gehöfts erzählt auch ein kleines, unscheinbares Nebengebäude, das noch als eines der letzten seiner Art unter Denkmalschutz steht. Es handelt sich um einen Pfostenspeicher, der auf Stützen steht und einstmals dazu diente, Vorräte vor Feuchtigkeit und Nagetieren zu schützen.
Lazins, bzw. die knapp dahinter liegende Lazinser Alm, ist der eigentliche Ausgangspunkt für anspruchsvollere Touren in die umliegende Bergwelt. Am Gehöft führt auch der Meraner Höhenweg vorbei, der mit seinen knapp 100 km Länge als einer der attraktivsten Wanderwege der Alpen gilt. Ab der Lazinser Alm windet sich dieser Weg über Serpentinen hinauf bis zur 2.875 m hoch gelegenen Stettiner Hütte und in das dahinter liegende Pfossental.
Der Name der Hütte erinnert daran, dass an dieser Stelle bereits 1897 der Deutsche und Österreichische Alpenverein eine erste alpine Unterkunft errichtete und das ganze Gebiet durch Weganlagen erschlossen hat. Der Alpenverein hatte sich damals ganz allgemein zum Ziel gesetzt, die unberührte Bergwelt durch die Anlage von Wegen und den Bau von Hütten für Wanderer leichter zugänglich zu machen.
In Lazins wurde 1976 auch der Naturpark Texelgruppe aus der Taufe gehoben. Der Park ist der größte der sieben Naturparks in Südtirol und das Besondere daran sind die kontrastreichen und völlig gegensätzlichen Lebensräume, die „von der Rebe bis zum Firn“ alle Vegetationsstufen auf engem Raum umfassen, die von Meran (325 m) bis zu den fast 3.500 m hohen Berggipfeln reichen.
Dieses ganzjährig bequem erreichbare Ausflugsziel im hinteren Passeier lohnt sich also aus vielerlei Gründen, ob zu Fuß, mit dem Pferdeschlitten, auf der Langlauf-Loipe oder mit der Kamera in der Hand!

Wegbeschreibung: Ab dem Parkplatz in Pfelders (1.628 m) führt ein breiter Weg nach Lazins (1.773 m). Auf dem Rückweg ab Lazins am Meraner Höhenweg Nr. 24 über Zeppichl (1.684 m) bis nach Pfelders zurück.

von: Astrid Rinner

Ausgangsort: Pfelders

Gehzeit: Insgesamt 1 ½ - 2 Stunden

Höhenunterschied: 145 m

Schwierigkeit: Leicht

Jahreszeit: Auch im Winter geeignet

Extras: Tipp: Von Lazins bis zur Lazinser Alm weiterwandern, ca. 20 Minuten.
Einkehrmöglichkeit: Lazinser Hof

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