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Vom Ende der Freiheit

Auf die Pfandler Alm (1.047 m)

Das Schicksal nimmt am 28. Jänner 1810 um vier Uhr morgens seinen unerbittlichen Lauf: Der Passeirer Wirt, Viehhändler und Freiheitskämpfer Andreas Hofer, der 1809 für kurze Zeit sogar den Einzug als Regent in die Innsbrucker Hofburg geschafft hatte, wird von italienischen und französischen Soldaten auf der Pfandler Alm oberhalb von St. Martin gefangen genommen. Auch sein Schreiber Kajetan Sweth, die Frau Anna Ladurner und der Sohn Johann werden nicht verschont. Während die Sandwirtin und der Sohn in Bozen wieder freigelassen werden, werden Andreas Hofer und Kajetan Sweth nach Mantua gebracht. Das Ende ist bekannt: Andreas Hofer wird auf persönlichen Befehl Napoleons am 20. Februar 1810 erschossen.
Dabei hätte der Lauf der Dinge auch ein ganz anderer sein können. Der Sandwirt hielt sich seit Dezember mit seinem Schreiber auf der Pfandler Alm versteckt und am Heiligen Abend kamen auch noch seine Frau und der Sohn hinzu. Zunächst beharrte Andreas Hofer uneinsichtig auf ein Weiterkämpfen und verschickte weiterhin Schreiben an Kaiser Franz und Erzherzog Johann. Er hörte auch nicht auf den Rat seiner Freunde, die ihn umstimmen wollten und ihm die Flucht nach Österreich nahelegten. Er verließ die Hütte auch dann nicht, als er bereits gewarnt worden war, dass ihn Franz Raffl, ein Bauer aus St. Martin, für viel Geld an die Franzosen verraten hätte. Er hatte offensichtlich seinen Kampfgeist verloren und ergab sich entmutigt seinem Schicksal.
Die einstige Almhütte auf der 1.332 m hoch gelegenen Pfandler Alm brannte 1919 ab und wurde 1984 originalgetreu an derselben Stelle wieder aufgebaut.
Eine ausführliche Darstellung des „General Barbon“, wie der bärtige Sandwirt von den Franzosen respektvoll genannt wurde, der sich für das traditionelle Wertesystem von „Gott, Kaiser und Vaterland“ stark gemacht hatte und zum Symbol des Widerstandes gegen Napoleon wurde, hat das MuseumPasseier in St. Leonhard aufbereitet. Dabei wird die Vielschichtigkeit dieser, im Nachhinein politisch verklärten, Persönlichkeit von verschiedenen Blickwinkeln gezeigt und in einen größeren historischen Kontext gestellt.

Wegbeschreibung: Bei St. Martin (597 m) zweigt die Straße nach Prantach ab. Von dort bis zum Parkplatz oberhalb des Pfandler Hofes (1.047 m), dann dem markierten Weg Nr. 1 bis zur Pfandler Alm (1.332 m) folgen. Auf demselben Weg zurückwandern.
Variante: Vom Sandhof führt auch der beschilderte Themenweg „Andreas Hofers letzter Gang“ zur Pfandler Alm.

von: Astrid Rinner

Ausgangsort: Pfandler Hof

Gehzeit: Insgesamt 1 ½ Stunden

Höhenunterschied: 285 m

Schwierigkeit: Leicht, nur mäßiger Anstieg

Extras: Einkehrmöglichkeit: die Pfandler Alm ist von Mai bis Oktober bewirtschaftet
Literaturtipp: Graf, Werner: Andreas Hofer und die Passeirer 1809 (2009)

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